Produktionsassessment 4.0

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Herausforderungen an die Produktion der Zukunft

Virtuell, flexibel und digital vernetzt. 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag. Smart, intelligent und autonom. Das ist die Produktion der Zukunft! Das ist Industrie 4.0! Als Vorreiter für innovative Technologien und schnelle Prozesse sind die heutigen Anforderungen an moderne Produktionssysteme größer denn je. Doch nur, wenn Unternehmen die enormen Potenziale und die damit verbundenen Chancen der vierten industriellen Revolution kennen und die komplexen Anforderungen der Märkte begreifen, haben sie die Chance, bestehende Prozesse zu optimieren und den Wünschen ihrer Kunden selbstbewusst gegenüber zu treten.

Bedeutungsgewinn von Informationsflüssen

Unter dem Überbegriff »Industrie 4.0« wird die Digitalisierung der industriellen Wertschöpfung erwartet. Industrie 4.0 bezeichnet die echtzeitfähige, intelligente Vernetzung von Menschen, Maschinen und Objekten zum Management von Systemen. Diese intelligente Vernetzung verlangt eine hohe Qualität der Informationsflüsse sowie der Bereitstellung von Informationen. Im Produktionsumfeld wird neben dem Materialfluss der Informationsfluss zunehmend an Bedeutung gewinnen, wobei die Informationsbedarfe und die Anforderungen an deren Eigenschaften vertikal wie horizontal höchst unterschiedlich sein können.

Effizient gestaltete Informationsflüsse wirken sich positiv auf die Wertstromleistung aus und sind erfolgsentscheidend im Umgang mit zukünftigen Herausforderungen:

  • Flexibilität hinsichtlich kundenseitiger Änderungen (Durchlaufzeitreduzierungen)
  • Steigerung der Mitarbeiterproduktivität: »Information zu Mitarbeiter«, Suchzeiten reduzieren; »go and see« eliminieren
  • Leitstandsvisualisierung/Wertstromtransparenz: schnelle Eingriffe bei Störungen und Änderungen im Produktionssystem

Das Beratungsprodukt

Als Reaktion auf diese Entwicklung verändern sich sozio-technische Arbeitssysteme sowie die Arbeitsorganisation und -gestaltung:

  • Starke Auftragsschwankungen aus volatilen Märkten steigern den betrieblichen Bedarf an zeitlicher und räumlicher Flexibilität
  • Die Mobilitätsanforderungen an die Beschäftigten nehmen zu, neue Beschäftigungsformen neben dem Normalarbeitsverhältnis entstehen
  • Der qualifizierte Umgang mit Digitalisierung und IT wird zunehmend zur »Eintrittskarte« für zahlreiche Arbeitstätigkeiten.

Doch wie genau sieht die Industriearbeit der Zukunft aus?

Produktionsassessment 4.0 - umfassende Analyse und Beratung

Das Produktionsassessment 4.0 ist ein Beratungsprodukt, das auf Grundlage einer umfassenden Informationsfluss- und Wertstromanalyse sowie verschiedene Workshops und Fachgesprächen den spezifischen Reifegrad Ihres Unternehmens in den Bereichen Lean Management und Industrie 4.0 identifiziert. Darauf aufbauend leiten wir gemeinsam für Ihr Unternehmen konkrete Handlungsempfehlungen in Form von Use Cases und User Stories für eine vernetzte und digitalisierte Zukunft ab.

Effizienz steigern anhand des Reifegradmodells

Die Reifegradeinstufung ist eine Orientierungshilfe, bis zu welchem Grad Lean Management Methoden von Ihnen bereits umgesetzt wurden und an welchen Stellen die Effektivität und Effizienz des Wertschöpfungssystems durch Industrie 4.0 vergrößert werden kann. Das Reifegradmodell ist in ein umfassendes und „schlankes“ Assessmentkonzept eingebettet, um die systematische Erfassung und Analyse der notwendigen Informationen zur Reifegradeinstufung zu gewährleisten. Es greift zudem die evolutionären Visionen rund um Industrie 4.0 auf und schafft realisierbare sowie individuelle Entwicklungsstufen.

Vorgehensweise im Produktionsassessment 4.0

Phase 1: Zielfindungsworkshop sowie Informationsfluss- und Wertstromanalyse

Im Rahmen eines ersten Workshops wird der strategische Analyserahmen des Assessments definiert. Nach einem Kick-Off Meeting erfolgt die Aufnahme der IST-Analyse anhand verschiedener Workshops und einer Produktionsbegehung. Den Fokus legen wir hier nicht nur auf die Produktionsprozesse, sondern auf den gesamten Wertstrom vom Kunden zum Kunden. Es erfolgt die Identifizierung des Lean Management und Industrie 4.0 Reifegrades.

Phase 2: Beschreibung erster Industrie 4.0 Potenziale

Im nächsten Schritt bewerten wir die IST-Analyse im Detail, um daraus konsolidierte Handlungsfelder abzuleiten. Auf Basis dieser leiten wir gemeinsam in weiteren Workshops mögliche Industrie 4.0 Anwendungsfälle ab. So stellen wir sicher, dass die Handlungsfelder benutzergerecht behoben werden. Diese Anwendungsfälle werden dann innerhalb einer Erstbewertung evaluiert und priorisiert.

Phase 3: Detaillierte 4.0 Anwendungsfälle und Detail-Bewertung

Die in Phase 2 ermittelten Anwendungsfälle werden nun in Form von User Stories detailliert erarbeitet und Voraussetzungen für deren Umsetzung definiert. In einer Detailbewertung wird jede einzelne User Story auf ihre Bedeutung und ihren quantitativen und qualitativen Nutzen geprüft und anschließend im Gesamtzusammenhang eingeordnet.

Phase 4: Umsetzungsplanung

Abschließend definieren wir den Ziel-Wertstrom, eine Umsetzungs-Roadmap und mögliche Migrationspfade. Ebenso identifizieren und planen wir notwendige organisationale und prozessuale Anpassungen. Falls gewünscht, unterstützen wir Sie bei der Auswahl eines Realisierungsunternehmens und begleiten die Umsetzung entlang der definierten Roadmap.

Ihre Vorteile

  • Einstieg in das Thema Industrie 4.0 und Schaffen von Bewusstsein in der gesamten Organisation auf allen Ebenen
  • Entwicklung eines unternehmensspezifischen Industrie 4.0 Zielbilds
  • Transparente Einstufung der betrachteten Bereiche gemäß Lean- und Industrie 4.0-Reifegraden sowie Ausweisung des Produktivitätspotenzials
  • Darstellung der momentanen Situation bzgl. Informations- und Datenflüssen in der Produktion
    • Informationsflüsse entlang der Produktionsprozesse (inkl. Rüstprozesse, Störungsprozesse…)
    • Informationsflüsse entlang der Schnittstellen bspw. Arbeitsvorbereitung und Produktion (horizontale Informationsflüsse)
    • Informationsbedarfe der Akteure innerhalb dieser Prozesse
    • Identifikation von Medienbrüchen und Informationsgeschwindigkeiten/-qualitäten
  • Transparente Darstellung von bewerteten Optimierungspotenzialen und Identifikation von konkreten Handlungsfeldern/-bedarfen